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Channel: Kommentare zu: Digitale und analoge Lautstärkeregelung bei D/A-Wandlern
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Von: Tobias Bigger

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Hallo Stefan,

jaja, das haben wir, glaube ich, alle zur Genüge verstanden, daß es Deiner Meinung nach bei der Wandlung (hin oder zurück) keine 24bit-Genauigkeit gibt.
Aber Dein Engagement für dieses (behauptete) Faktum sollte Dich nicht blind werden lassen für den Inhalt der Stellungnahmen anderer: Ich redete von digitaler Signalverarbeitung, Du von A/D- oder D/A-Wandlung. Wir reden also aneinander vorbei — aber das ist nicht meine Schuld…
Daß es, wie Du sagst, innerhalb der digitalen Signalverarbeitung nur bis 18bit gehen könne, ist natürlich hanebüchen falsch, das wirst Du wohl auch nicht aufrecht erhalten wollen. Selbstverständlich kann man innerhalb der Digitaltechnik 24bit erreichen, oder auch 56 oder 80. Das ist einfach eine Frage der Rechenkapazität, sonst gar nichts.
Nochmal: Da wird nichts mehr gewandelt, wir befinden uns bereits in der digitalen Domain und bleiben auch dort!!
Auch Du wirst sicherlich eine DAW-Software besitzen (Sequoia, Samplitude, Reaper oder was auch immer) und bestimmt nicht anzweifeln, daß sie mindestens mit 24bit, vermutlich eher mit 32bit float (was beim Abspeichern der files nichts anderes als 24bit integer ist) oder gar mit 32bit integer arbeitet — ganz wie Du es möchtest und in den Software-Einstellungen vorsiehst.
Selbstverständlich geht es weit oberhalb von 18 oder 20bit. Intern arbeitet z.B. Reaper mit 52 oder 56 Bits (ich müßte es jetzt nachschlagen, um es ganz genau sagen zu können), sobald man da irgendwas an der Lautstärke regelt. VST-Plugins arbeiten oft intern mit 64bit, z.B. Plugs von PSP Audio, mit dessen Chef ich mal eine Korrespondenz hatte, ob da nicht eigentlich ein plugin-internes Dithering auf 32bit float sinnvoll sei; natürlich unnötig, da hatte er recht…

Wandlung, ja, das ist DEIN Thema, aber das ist ganz was anderes, das war in meinem Artikel überhaupt nicht das Thema!

Und Deine Alps-Poti-Empfehlung ist nun aber auch äußerst fraglich.
Ein Poti hat in Sachen Rauschwerte und Kanalgleichlauf eindeutig Defizite gegenüber einer analogen Lautstärkeregelung per Widerstandsnetzwerk oder noch besser per Transformator oder Autoformer. Man kann sich damit begnügen und das Poti für vollkommen ausreichend halten, aber es als Best-Lösung zu deklarieren, ist nun wirklich Käse, sorry.
Die genannten Defizite sind weithin anerkannt, z.B. gab in einem Telefonat mit mir der Chef von LAKE PEOPLE/VIOLECTRIC –die benutzen selbst Alps-Potis– sehr wohl zu, daß die Schwächen eines Potis einzuräumen seien, daß es aber eben eine wirtschaftlich und platzmäßig (kleinere Geräte) günstigere Lösung sei.

Also wenn man digitale Bearbeitung der Signale partout ablehnen sollte (dann darf man aber auch in einer DAW nichts an den Dateien rumfummeln oder irgendwelche Plugins benutzen!), dann ziehen audiophile Leute immer geschaltete Widerstände oder die induktiven Lösungen vor, um Lautstärke zu regeln.

In Sachen NOS-Wandler (non-oversampling) mit R2R-Chips ist mir zwischenzeitlich noch Metrum Acoustics aus den Niederlanden aufgefallen.
Dies sei noch ergänzend nachgetragen, zusätzlich zu den bereits früher von mir erwähnten R2R-Wandlern von totalDAC, Rockna und MSB (wobei diese drei aber Oversampling betreiben, wenn ich es recht im Kopf habe, zumindest optional kann man es wohl so einstellen).
Mit momentan ca. 4.500,- Euro ist der Pavane-DAC von Metrum noch relativ günstig, verglichen mit den drei anderen Herstellern.


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